Motivationssuche

UFO-Angriff – sie entkommen uns nicht!

Langsam versuche ich aus meinem Jänner-Loch zu krabbel. Auf der Suche nach neuer Motivation bin ich kürzlich über den Beitrag von Stefanie vom Blog Kraut und Kleid gestolpert. Und ja, auch ich habe einige UFOs, die mehr oder weniger lange auf Vollendung warten. Und dabei nähe ich gerade erst einmal seit 3 Jahren regelmäßig.

Heute geht es los! Der Februar ist zum UFO-Monat ausgerufen. Und ich werde mir als erstes Objekt mein „Bauchweh-UFO“ vornehmen. Bauchweh habe ich nicht, weil es besonders kompliziert ist. Es bereitet mir Bauchweh, weil es ein Geschenk ist und schon vor 10 Monaten zur neuen Besitzerin umziehen hätte sollen. Doch es hatte so einige Hürden mit sich gebracht.

Bei dir fliegen auch noch UFOs herum? Lassen wir sie gemeinsam landen! Du darfst dich uns gerne anschließen! Bis 28. Februar bleibt das Tool geöffnet. Folge dem Link und teile deinen Beitrag mit uns auf

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Sweatjacke Nurika von moeve Design

Meine Jugendfreundin hatte 2025 einen runden Geburtstag, wie ich einige Monate später auch. Wir haben die Vereinbarung, wir schenken uns nichts. Aber zu diesem Anlass darf es schon mal etwas Besonderes sein. Die Idee war schon im Herbst 2024 geboren. Das wäre grundsätzlich ausreichend Zeit gewesen, um Anfang März 2025 zu liefern. Ich hatte Hilfe von ihrem älteren Sohn, der mir zwei Teile aus hrem Kleiderschrank zum Maßnehmen schickte. Dies war schon die erste Herausforderung für mich, zum ersten Mal für jemand anderen etwas zu nähen. Es galt die richtige Größe zu finden und einige Anpassungen zu machen. Ich hatte ein T-Shirt und eine Sweatjacke angedacht. Und das T-Shirt mit einem Bügelbild für Kaffeeliebhaber, wurde auch zeitgerecht verschickt. Doch die Sweatjacke mutierte am Ende zum UFO.

Das Schnittmuster ist sehr variabel und lässt viel Spielraum für die Gestaltung. Egal ob einfarbig oder mit farbigen Teilungen, mit Kapuze oder Kragen hoch und tief und drei unterschiedlichen Varianten an Taschen kann sich jeder seine Lieblingsjacke zusammenstellen. Für meine Freundin sollte sie einfarbig, mit Kragen und Nahttaschen an der vorderen Teilung werden. Alpenfleece in dunkelblau hatte ich bereits zu Hause. Dieses hatte ich ursprünglich als Futter für einen Parker gekauft (der auch noch nicht genäht ist). Allerdings wares mir dafür zu leicht und ich habe für den Parker ein dickeres Alpenfleece gekauft. So waren nun rund 3 Meter Stoff übrig und boten sich für die Jacke an. Der passende Bündchenstoff war noch eine weitere Hürde. Man glaubt es kaum wie unterschiedlich dunkelblau sein kann. Aber im dritten Geschäft wurde ich schließlich fündig.

Ich hatte bereits Sweatjacken mit Kapuze für mich genäht und war daher guter Dinge, auch diese über den Winter fertig zu bekommen. Als Highlight hatte ich mir für den Rücken jedoch ein spezielles Projekt vorgenommen. Ich besitze seit etwas mehr als einem Jahr eine neue Nähmaschine mit Stickmodul, eine Janome Skyline S9. Zufällig war ich im Web auf eine Stickdatei gestoßen, die ich für den Anlass passend und gleichzeitig amüsant fand. Es sind Waschsymbole, wobei als Temperatur in drn Waschtrog das Alter eingefügt wird. Die anderen Symbole zeigen nicht bügeln, nicht bleichen, Handwäsche und darunter der Zusatz „Since …“ mit dem Geburtsjahr.

Und hier begannen die Stolpersteine. Ich habe mit meiner Maschine noch nie gestickt – bis heute nicht. Beim Lesen der Anleitung dazu kamen mir Zweifel, dass ich das auf Anhieb hinbekomme. Doch ich hätte wirklich gerne dieses Motiv verwendet. Daher neue Idee: Das Dateiformat der Stickdatei konvertieren und eine Datei für ein Bügelbild erstellen, das ich irgendwo drucken lasse. Erst musste ich einen kostenlosen Konverter für diese Formate finden. Dann musste ich feststellen, dass meine Idee an diesemPunkt bereits gescheitert war. Jeder einzelne Stich war darin abgebildet und für einen Druck damit unbrauchbar.

Die nächste Idee musste her: Ein ähnliches Bild selbst mit einem Bildbearbeitungsprogramm zusammenstellen. Doch ich konnte keine passenden kostenlosen Vorlagen für die Waschsymbole finden. So war auch diese Idee bald verworfen.

Inzwischen war es Hochsommer geworden. Die Jacke war definitv zu warm für die Jahreszeit. Doch war ich zuversichtlich, das gute Stück bis zum Herbst fertigzustellen. Die Stickdatei hatte ich zu dem Zeitpunkt bereits komplett verworfen. Sie erschien mir nicht mehr passend für ein deutlich verspätetes Geschenk. Ich verbrachte viel Zeit mit der Suche nach einer neuen Eingrbung für ein Rückenbild, das doch noch ein kleinwenig meine ursprüngliche Planung aufgreifen sollte. Es konnte doch nicht sein, dass nur ich so eine Idee hatte. Irgendetwas musste es doch geben, was sich umsetzen lässt.

Am Ende wurde ich auf Etsy fündig. Dort werden schöne Motive zum Plotten angeboten, die sich meist darauf beschränken das Geburtsjahr in das Bild einzubinden. Am Ende habe ich mich für ein mehrfarbiges Motiv mit Palmen und Sonnenuntergang entschieden. Das würde auch einwenig an unseren gemeinsamen Kindheitstraum erinnern. Gleichzeitig suchte ich jemanden, der diese Datei für mich drucken/schneiden könnte. Auf Etsy gibt es selbstverständlich auch solche Angebote, die aber meist in den USA oder entfernterem Ausland angesiedelt sind. Ganz ehrlich, da fällt mehr Porto an als der Auftrag kosten würde und kam daher nicht in Frage. Doch ich fand auch ein kleines Einpersonen-Unternehmen in Österreich und nahm Kontakt auf. Vici war echt fix! In kürzester Zeit war abgeklärt, dass sie mir diese Datei plotten kann und das Kuvert kam bereits 2 Tage nach meiner Bestellung bei mir an. Ich war erstmal erleichtert, nun eine schöne Lösung gefunden und bereits zu Hause zu haben.

Im Grunde hätte es nun flott gehen können. Jacke fertig nähen (das hätte natürlich auch schon früher sein können), aufbügeln und ab zur Post! Aber nein, ich legte alles zur Seite. Für den Herbst hatte ich mich für drei Nähkurse angemeldet, die bis wenige Tage vor Weihnachten dauerten. Was hatte ich mir dabei bloß gedacht!? In der Arbeit begann ebenfalls die hektische Zeit zum Jahresende hin. Nicht zu vergessen, ich musste noch Weihnachtsgeschenke für Familie und Freunde nähen – 18 Utensilos. Damit wurde die Jacke zum Langzeit-UFO. Im Weihnachtsurlaub war ich fleißig, aber nicht mit Näharbeiten. Und dann kam das bereits beschriebene Jänner-Tief!

Und da sind wir nun heute am 1. Februar gelandet! Zwischenzeitlich habe ich wenigstens die Ärmel in der Länge angepasst und eingenäht. Es folgt der etwas kniffligere Teil mit dem Beleg und Reißverschluss einnähen. Ich werde berichten, wie es vorangeht.

2 Kommentare

  1. Avatar von Mein Lebensspiel
    Mein Lebensspiel · 3 Days Ago

    Dein Projekt hat ja wahrlich schon einige Kurven genommen – aber umso schöner, dass wir dich inspirieren konnten, an unserem Sewalong teilzunehmen. Das klappt bestimmt und da du jetzt alle Teile zusammen hast, steht dem Ganzen ja nichts mehr im Wege. Und vor allem kommt dann ja bestimmt der nächste Geburtstag deiner Freundin im März 🙂

    Das Thema mit den farblich passenden Bündchen finde ich auch immer wieder faszinierend. Da macht es doch meist Sinn, bei einem Stoffproduzenten direkt beides zu bestellen – aber ich gestehe, dass ich das auch immer wieder vergesse.

    LG Miriam

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    • Avatar von Alexandra Bovenschen
      Alexandra Bovenschen · 3 Days Ago

      Danke Miriam, ich hoffe, es wird nun vor dem nächsten Geburtstag wirklich fertig! Nein, es MUSS fertig werden!

      Ich kaufe gewöhnlich auch ein passendes Bündchen gleich dazu. Nachdem der Stoff ursprünglich aber für ein anderes Projekt gedacht war, für das ich kein Bündchen brauche, war es diesmal eben nicht so. Ich hatte auch in dunkelblau etwas zu Hause. Aber das passt leider gar nicht dazu. Und wenn man glaubt, dunkelblau wird schon nicht so schwierig sein, dann täuscht man sich sehr.

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