Jänner-Tief

Zum Jahresbeginn gesundheitlich angeschlagen und schlechte Nachrichten

Dieses Jahr hat nicht gut begonnen. Beim Frühstück am 1.1. hat sich eine komplette Leiste mit drei Zahnkronen verabschiedet. Das heißt, zwei verbliebene Wurzeln müssen raus und Implantate mit neuen Kronen gesetzt werden. Das wird teuer!

Seit rund 25 Jahre gehe ich in Slowenien zum Zahnarzt. Das ließ sich immer gut mit meinen 4-5 Urlaubsfahrten nach Kärnten zur Familie kombinieren. Nun ist aber seit 2020 alles etwas anders und ich fahre nicht mehr jedes Jahr bzw. regelmäüig nach Kärnten. Daher, Glück im Unglück, hatte ich bereits am 29.12. einen Zahnarzttermin für den 5.1. hier vor Ort vereinbart. Der Preisschock hält noch immer an. Aber 2-3 Fahrten nur dafür nach Kärnten bzw. Slowenien samt zwei Katzen im Gepäck auf mich nehmen und Nebenkosten für Ausgaben diese „unplanmäßigen“ Aufenthalte gerechnet, ist die Ersparnis für die Zahnbehandlung überschaubar. Also muss ich wohl oder übel in diesen sauren Apfel beißen. Morgen ist OP-Termin für die Entfernung der Wurzeln.

Damit nicht genug lag ich ab 6.1. mit einem Infekt und 39,4 Grad Fieber im Bett. Der Urlaub bekam so eine Zwangsverlängerung bis nach dem Wochenende. Ich denke, es waren die beiden „Hustinetten“-Kinder am Schiff von Mainau nach Unteruhldingen, die mir dieses Geschenk mitgegeben haben. Sie hatten einen wirklich bösen Husten und saßen unmittelbar neben mir. Jedenfalls habe ich gebellt wie ein Hund und konnte zeitweilig kaum sprechen. Wegen dem Husten musste auch die Zahn-OP um eine Woche auf morgen verschoben werden.

Seit letzten August löst jeder Infekt bei mir auch enen Schub der Schuppenflechte aus. So natürlich auch diesmal. Das kannte ich bisher gar nicht, obwohl ich seit über 30 Jahren an Psoriasis leide. Ich sehe an manchen Körperstellen noch immer wie eine Tüpfelhyäne aus. Seit letzten August nun mein dritter so starker Schub. Es nervt nur noch.

Die Ersten Wochen des neuen Semester des Aquafit-Kurses musste ich daher aus gesundheitlichen Gründen aufallen lassen. Seit über 10 Jahren besuche ich in der kalten Jahreszeit zwischen September und Anfang April regelmäßig Aquafit-Kurse. Die ersten Jahre fanden diese in einem kleinen Rehe-Bad statt. Der Nachteil war die etwas entlegene Lage am Berg, das sehr kleine Becken und die sehr geringe Wasserhöhe. Seit der Corona-Zeit und Beendigung der Maßnahmen finden die Kurse im Rehe-Bad des Landeskrankenhaus Rankweil statt. Damit finden fast doppelt so viele Teilnehmer Platz und es ist sehr gut erreichbar. Doch nun will man dieses Hallenbad ab 1. Mai schließen. Und zwar dauerhaft und nicht nur für extern angebotene Kurse, sondern auch für die Rehamaßnahmen im Hause. Das ist traurig und gleichzeitig beschämend, wenn ein Hallenbad in einer solchen Einrichtung dem Verfall preisgegeben wird. Nicht zuletzt werden dort viele Patienten in der Reha und Physiotherapie betreut. Gleichzeitig wird das Bad von Vereinen für Schwimmkurse und sportliche Gesundheitsangebote, wie den von mir besuchten Kurs Aquafit, gebucht. So wird einmal mehr an gesundheitlicher Vorsorge und Rehabilitation gespart. Für unseren Kurs bedeutet das wieder weitere Fahrstrecken oder im schlimmsten Fall das völlige Aus.

Symbolfoto – Quelle: Pixabay CC (c) fougeres-agglomeration


Nun ist der Jänner für mich ohnehin ein schwieriger Monat. Die Kälte und Dunkelheit machen mir oft zu schaffen. Ich falle regelmäßig in ein Motivationsloch und kann mich schlecht zu Aktivitäten aufraffen. Am liebsten würde ich diesen Monat im Winterschlaf verbringen. Meine Kätzig Momo hätte wahrscheinlich auch nichts dagegen einfach nur im Bett zu kuscheln. Wäre da nicht unser immer halb verhungerter Kater Felix…

Felix, mein 13 Jahre alter Sorgenkater! Er hatte ebenfalls am 5.1. einen Kontrolltermin in der Tierklinik. Seit rund zwei Jahren hat er eine Überfunktion der Schilddrüse diagnostiziert und ist damit in Behandlung. Leider haben sich die Werte der Schilddrüse und der Leber trotz regelmäßiger Tablettengabe nicht stabiliert, sogar noch verschlechtert. Wir müssen daher nochmal ein Ultraschall machen lassen. Außerdem müssen seine Zähne nochmals genauer begutachtet werden. Wie ich hat er da leider auch Probleme. Das steht nun für Februar schon auf dem Programm.

Felix

Und nun werde ich versuchen mein Jänner-Tief zu überwinden und ein UFO voran, am besten noch fertig zu bringen. UFO steht in diesem Fall für „UnFertiges Objekt“ und bezeichnet ein nicht abgeschlossenes (Näh)Projekt.

3 Kommentare

  1. Pingback: Motivationssuche | Kuddelmuddel
  2. Avatar von Stefanie
    Stefanie · 9 Days Ago

    Du Arme, das klingt ja alles nicht so toll. Es ist schlimm, dass immer mehr Schwimmbäder geschlossen werden, das hört man immer häufiger. Kinder lernen nicht mehr vernünftig schwimmen, Reha-Sport muss dran glauben und so weiter.

    Ich wünsche Dir eine schnelle Besserung und viel Erfolg mit Deine UFO.

    Schönen Gruß, Stefanie

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    • Avatar von Alexandra Bovenschen
      Alexandra Bovenschen · 7 Days Ago

      Danke dir liebe Stefanie! Ja, du sagst es, erst kürzlich wurde berichtet, dass gut 50% der Kinder hier nicht mehr schwimmen können. Und wirklich tragisch finde ich es, wenn keine adequate Reha mehr angeboten wird. In diesem Fall ist das Schwimmbad in erster Linie ja ein Reha-Bad. Da wird am falschen Platz gespart. Wenn es keine vernüftige Reha gibt, bleiben viele Patienten noch länger in Behandlung und damit als Belastung des Gesundheitssystems erhalten. Vieles läuft gerade schief…

      Wir sehen uns bei der UFO bzw. Projekt-Challange!

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